MEPHCI - Matthias Egger
Das Blatt hält sich wohl nicht, viel eher hält sich der Baum am Blatt, wie wir uns an etwas Altem festhalten, um der uns entgegenkommenden Kälte der Veränderung mit etwas Trost und Vertrautem zu begegnen, obwohl uns das Alte längst verlassen wollte.
Die Schwelle zwischen Altem und Neuem ist irgendwie unerklärlich, etwas zerbricht, formiert sich, und das Entstehende trägt, was war, bevor es zu dem wird, was es noch nicht ist.
Die Einzelteile verlieren ihre feste Form, suchen nach Anziehung, finden sich, und letztendlich trägt das Neue unverkennbar das Alte in sich.
Meine Arbeit bewegt sich in Momenten des Zusammenbruchs, der Auflösung, der Zusammenkunft. Sie versucht nichts festzuhalten, sondern Übergänge zu öffnen. Was sich kristallisiert ist wohl ein leises Knistern der Existenz.